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denen man mit großer Wahrscheinlichkeit voraussetzen kann, daß der koloniale Aspekt in ihrer nationalen Geschichte nur eine nebensächliche oder gar keine Rolle spielt. Wir hoffen, daß infolgedessen alle Beiträge dem Platz entsprechen, den unser Thema nach Ansicht der Autoren in der jeweiligen nationalen Geschichtsschreibung einnimmt, und nicht das Thema aus kanadischer Sicht behandeln.

Verschiedene nationale Komitees waren auf dem Kolloquium nicht vertreten, was aber nicht bedeutet, daß sie nicht daran interessiert gewesen wären. Die Aufnahme verschiedener interessanter Beiträge wurde durch die Schwierigkeiten der Finanzierung von Reisen ins ferne Ausland und durch Programmänderungen in letzter Minute verhindert. Ganz besonders bedauerten wir, daß Prof. Albert Duchênes aus Belgien, der Ehrensekretär des internationalen Komitees, aus Gesundheitsgründen nicht seinen geplanten Vortrag über "Le rôle des militaires dans le développement et la fixation des frontières du centre de l'Afrique entre 1876 et 1914" halten konnte. Weitere Vorträge aus Spanien, Südkorea, der Türkei, Israel, Tunesien und Kenia konnten nicht in das Programm aufgenommen werden, weil Delegierte der entsprechenden nationalen Komitees nicht nach Ottawa kommen konnten. Wir waren enttäuscht, daß von einer Reihe von nationalen Komitees keine Vorträge angemeldet wurden und daß es nicht gelungen war, das Interesse von Historikern aus Südamerika, Indien und verschiedenen Ländern des Mittleren Ostens und Australasiens zu wecken. Die hohen Reisekosten sind offenbar ein ganz erhebliches Problem.

Wenn man diese Enttäuschungen als Rückschläge wertet, dann wurden sie durch die Erfolge in weitestem Maße wettgemacht. Im ganzen gesehen gewies die Konferenz, wie außerordentlich vorteilhaft man die Schnelligkeit und Bequemlichkeit des modernen Reiseverkehrs, so kostspielig er auch ist, ausnutzen kann, um einen erstaunlich umfassenden Querschnitt von Historikern für mehrere Tage zusammenzubringen. Mehr als 200 Delegierte aus 23 Staaten waren zugegen, von denen 28 Historiker aus 14 Staaten Vorträge hielten. Geographisch gesehen war die Verteilung der Vortragenden auch einigermaßen gerecht: acht aus Nordamerika, 15 aus Europa einschließlich der Sowjetunion, drei aus Japan, einer aus Israel und einer aus Kamerun. Wir freuten uns ganz besonders, Geschichtswissenschaftler aus Japan begrüßen zu können, und die Gegenwart von Prof. Thierno Mouctar Bah aus Kamerun, der die Vereinigung Afrikanischer Historiker vertrat, verlieh unserer Arbeit eine wichtige und nützliche Dimension. Aufgrund der Art des Themas wären weitere Beiträge aus Afrika und Südostasien ebenso willkommen gewesen. Es steht zu hoffen, daß die Exemplare dieses Tagungsberichts ein Echo in jenen Teilen der Erde aus lösen werden.

Der persönliche Kontakt, der zwischen den Historikern entstand, war von unschätzbarem Wert. Akademisch gesprochen waren wir in der Lage, "unser

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