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CHUBB OLA 2008 PrimeLine Classic - page 18 / 42

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    • 4.4

      Aufrechnung und Bereicherung

      • 4.4.1

        Aktivprozess bei Aufrechnung

Im Haftpflicht-Versicherungsfall gilt als Verteidigung im Sinne von 6.2 auch der von der versicherten Person geführte Rechtsstreit zur Durchsetzung ihrer Vergütungs- oder anderen Ansprüche aus dem Organ- oder Anstellungsverhältnis, wenn die Versicherungsnehmerin oder ein Tochterunternehmen mit einem Schaden- ersatzanspruch wegen einer Pflichtverletzung gegen solche Ansprüche aufrechnet.

4.4.2

Verteidigungskosten bei Bereicherung

Als Verteidigung im Sinne von 6.2 gilt auch die Verteidigung der versicherten Person gegen auf ungerecht- fertigte oder rechtswidrige Bereicherung gestützte Ansprüche. Steht fest, dass die Bereicherung ungerecht- fertigt oder rechtswidrig war, ist der auf die Abwehr dieser Ansprüche entfallende Teil der Verteidigungs- kosten dem Versicherer zurückzuerstatten.

4.5

Zusatzlimit Verteidigung

Soweit die Versicherungssumme wegen Verbrauchs nicht ausreicht, steht den versicherten Personen zu- sätzlich zur Jahreshöchstleistung gemäß 8.1 eine weitere Versicherungssumme von 10% der im Versiche- rungsschein angegebenen Versicherungssumme, höchstens jedoch 500.000,00 EUR, für die Verteidigung in Versicherungsfällen derselben Versicherungsperiode zur Verfügung.

Dies gilt nur dann, wenn eine Freistellung von Verteidigungskosten durch die Versicherungsnehmerin oder das Tochterunternehmen unzulässig oder wegen Insolvenz unmöglich ist und kein anderer Versicherungs- schutz zur Verfügung steht.

Dieses Zusatzlimit steht für Versicherungsfälle aufgrund einer Pflichtverletzung bei der Ausübung eines Fremdmandats nicht zur Verfügung.

4.6

Versicherung von punitive, aggravated, exemplary und multiplied damages

Punitive, aggravated und exemplary damages sowie der vermehrfachte Teil eines Schadenersatzes (multiplied damages), welcher gerichtlich zugesprochen wird, gelten als Teil des Schadenersatzes, sofern sie nicht aus Anstellungsschadenersatzansprüchen resultieren und kein gesetzliches Versicherungsverbot ent- gegensteht. Anstellungsschadenersatzansprüche (Employment Practices Liability Claims) sind Ansprüche, die von ehemaligen oder gegenwärtigen Arbeitnehmern, Angestellten oder Organmitgliedern der Versicherungsnehmerin, eines Tochterunternehmens oder einer Gesellschaft oder Organisation, in denen ein Fremdmandat nach 4.1 ausgeübt wird, oder Bewerbern auf solche Positionen oder von für

Arbeitnehmerfragen zuständigen Behörden geltend gemacht werden unrechtmäßige Beendigung eines Anstellungsverhältnisses, Verletzung Falschdarstellung, Verletzung von Antidiskriminierungsgesetzen zum

und die eines Schutz

gestützt sind auf Anstellungsvertrages, der Arbeitnehmer

(einschließlich Belästigung), falscher oder unterlassener Beurteilung, unterlassener Einstellung oder Beförderung, Disziplinierung, Verletzung der Privatsphäre, Diffamierung, Zufügung von seelischem Leid, einem Ausschluss von einer Karrieremöglichkeit oder einem Fehler bei der Gewährung einer Dauerposition.

4.7

Sofortkosten

Im Versicherungsfall dürfen die versicherten Personen ohne vorherige Zustimmung des Versicherers ange- messene Kosten der Verteidigung für innerhalb 14 Tagen ab Eintritt des Versicherungsfalls unverzüglich erforderliche Maßnahmen auslösen.

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