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Empirische Studie – Analyse

Frage 10: Hast du jemals denselben Charakter in zwei verschiedenen Spielen oder Plattformen erschaffen (z.B. einen D&D Charakter in EQ)?

Charakter öfters

Ja 73,4%

Nein 26,6%

Eine deutliche Mehrzahl der Befragten (73,5%) gab an, schon ein- mal denselben Charakter in verschiedenen Spielen oder Spielsystemen gespielt zu haben. Das lässt sich leicht daraus er- klären, dass ein Avatar eine in das verwendete System und Regelwerk eingepasste erdachte Persona ist. Jedes Spiel hat sein eigenes Setting und bietet seine eigenen Möglichkeiten, den Cha- rakter auszuleben, doch wird kein Spiel jemals die absolute Frei- heit besitzen, die durch den Geist und die Imagination gegeben ist. Trotz aller Zahlen und Worte bleibt ein Avatar immer noch eine geistige Persona.

Ausgewogen

Aussehen

Attribute

Sonstiges

33,3%

29,2%

23,2%

14,2%

11) Was ist dir bei der Charaktererschaffung

am Wichtigsten?

Ein ausgewogener, stimmiger Charakter ist für genau ein Drittel der Teilnehmer die Hauptsache bei der Erstellung der Spielfigur. Für 29,2% ist das gute Aussehen von größter Bedeutung, während 23,2% auf eine optimale Ausnutzung der spieleigenen Attribute achtet.

Empirische Studie – Analyse

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Frage 12: Auf welche dieser Eigenschaften deines Charakters bist du am ehesten eifersüchtig?

Muskeln 25,3%

Geschick 22,9%

Aussehen Intelligenz Sprache

16,9%

8,7%

1,9%

Sonstiges 24,3%

Die Teilnehmer wurden gefragt, auf welche Eigenschaft ihres Ava- tars sie am ehesten eifersüchtig seien. Verwendet man die Bezeichnungen von Raph Koster19, kann man hier zwischen den Intangibles, also nicht greifbaren Eigenschaften wie körperliche Attribute und Aussehen, und den Tangibles, die das Benehmen, die Sprache und das Temperament des Avatars ausmachen, im Grun- de aber vom Spieler kommen, unterscheiden. Ein Viertel (25,3%) besäßen gerne die körperliche Stärke ihrer Figur und 22,9% wären gerne so geschickt. 16,9% beneiden ihre Figur des Aussehens wegen, wobei drei Viertel davon männliche Spieler mit weiblichen Charakteren sind.

8,7% hätten gern die Intelligenz ihrer Figur und nur 1,7% wären gerne so sprachgewandt. Der natürliche Widerspruch in dieser Aussage ist ja, dass diese Tangibles auf den natürlichen Eigenschaften des Spielers beruhen. Ein Charakter kann zwar von den Attributen her intelligent sein, wird aber gespielt niemals die Intelligenz, das Wissen oder die Kombinationsfähigkeit des eige- nen Spielers übersteigen können. Dennoch sieht mancher Spieler einen deutlichen Unterschied zwischen sich und seinem Avatar, wie folgende Aussage aufzeigt: „The sheer brilliance of him. I'm smart, especially by Alabama stan- dards, but nowhere near as smart as my character." 20

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