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Empirische Studie – Analyse

2 2 ) H i l f t d i r R o l l e n s p i e l e n d a b e i , d i e S t a n d p u n k t e

anderer Personen im wirklichen Leben besser

neue Perspektiven zu verstehen? Ja 43%

Nein 57%

Nur wenig mehr als über die Hälfte (57%) der Befragten haben das Gefühl, Nutzen aus ihrem Rollenspiel zu ziehen und sich dadurch besser in die Lage anderer versetzen zu können. Zwar kann man durchaus Ricoeurs narrative Identitäten-Modell in den MMORPGs erkennen und auch die unterschiedlichen Theorien der multiplen Identitäsbildung von Jung, Gergen und Habermas wiederfinden, jedoch scheint es nicht bei allen Spielern zur nötigen Integration der jeweiligen Identität zu kommen, um später einen Nutzen daraus ziehen zu können. Dies kann an einer nicht perfekten, äste- thischen Erfahrung liegen, z.B. durch mangelnde Immersion auf- grund der Aussenkamera oder andere illusionsstörende Faktoren, oder an zu beschränkten Personae, die nicht über den eigenen Interessen- und Denkhorizont hinausgehen und somit das Subjekt nicht effektiv weiterbringen.

Empirische Studie – Analyse

Solo

Team

Spielweise

33,9%

66,1%

Frage 23: Spielst du lieber alleine oder in Gruppen?

66,1% der Teilnehmer gaben vor, lieber in einer Gruppe mit anderen Spielern zu agieren als alleine. Ein Drittel (33,9%) bevor- zugt es also, alleine durch das Spiel zu ziehen, was bei einem auf Multiplay ausgelegten Spiel etwas verwunderlich wirkt. Diese Zahlen spiegeln sich auch wieder, wenn man die Zufriedenheit be- trachtet: so spielen 65,3% der mit der Figur zufriedenen Spieler lieber in Gruppen und sogar 78,9% der nicht zufriedenen Spieler gruppieren sich, statt alleine umherzuziehen. Somit scheint die Reaktion anderer Spieler auf den eigenen Charakter nicht aus- schlaggebend zu sein, ob der eigentliche Spieler auch mit diesem zufrieden ist.

Je nach Art des Avatars ist dieser auf Interaktion und Feedback anderer angewiesen oder nicht. Man kann behaupten, dass ein sich durch Intangibles auszeichnende Avatar für sich alleine als Imaginäres agieren kann, da seine besonderen Eigen- schaften von der virtuellen Figur kommen. Ein sich ein auf Intan- gibles stützender Charakter braucht die Interaktion mit anderen Spielern, um die vom eigentlichen Spieler geprägten Beson- derheiten wie Redegewandtheit oder Führungskraft zu beweisen.

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