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Untersuchungsgegenstand

Untersuchungsgegenstand 1 Seit sich die Tischrollenspiele in den siebziger Jahren großer Beliebtheit erfreuen, hat es zahlreiche sozialwissenschaftliche und psychoanalystische Studien zu dieser Thematik gegeben. Jeder Spieler versetzt sich in die Rolle einer selbsterfundenen Person, eines Charakters, den es so glaubwürdig wie möglich in Worten, Taten und Entscheidungen zu repräsentieren gilt. Die Frage, wie weit hier ein Rollenspiel stattfindet und wann eine übertriebene Selbstdarstellung und Wunschauslebung, möglicherweise mit fol- gendem Realitätsverlust, daraus wird, haben sich seitdem viele gestellt und untersucht.

Aus den Tischrollenspielen entwickelten sich mit den Jahren auch die Computerrollenspiele. Die interessantere Version hierbei ist wohl eindeutig das Onlinerollenspiel, in dem zahlreiche menschliche Spieler in einem virtuellen Raum zusammentreffen, um mit- oder gegeneinander anzutreten. Erst Mitte bis Ende der 90er Jahre jedoch war die Technik fortgeschritten genug, um ernstzunehmende Grafiken darzustellen; bis dahin bestanden die onlinefähigen Rollenspiele aufgrund der begrenzten Datenüber- tragungsmöglichkeiten des frühen Internets nur aus Text. Die wichtigsten Untersuchungen und Studien bezüglich der Online- RPGsG beziehen sich allerdings alle noch auf diese Phase der text- basierten MUDsG. Das wohl ausführlichste Buch, Sherry Turkles Life on the Screen über Identitäten im Internet, handelt nur von Spielern von Textrollenspielen und ist seitdem nicht aktualisiert worden, obwohl sich die Spielelandschaft durch die rasche Entwicklung und Verbreitung des Internets rasant entwickelt und verändert hat. Aus den symbolischen Worten alter MUDs wurde

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Paragraphs554
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