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Gemeinderat, 18. WP2. März 200718. Sitzung / 14

sie nun in der Tat so realisiert werden oder auch nicht, zum Prinzip zurück, was letztendlich der Zweck dieses Optionenvertrags ist.

Wenn man sich - und Sie kennen die Gegend natürlich als ortsansässiger Gemeinderat, wenn ich das so sagen kann, noch viel besser als ich - die Gegend anschaut, dann kann man natürlich erkennen, dass dieses Gebiet zwischen der Südbahn mit all den von mir aufgezählten Imponderabilien, dem geplanten Ausbau der U1 - von der wir auch wissen, dass dies im Vorhaben längst auch dort drinnen enthalten ist und wir nur auf Grund dessen, dass wir die Entscheidung getroffen haben, die Wiener Messe neu zu gestalten, eine andere Reihung des Ausbaus der U-Bahnen vorgenommen haben -, der real existierenden S1, also der Autobahn im Süden von Wien, und dem heutigen realen Stadtrand als ein Entwicklungsgebiet, ein Developing-Gebiet für die Wirtschaft von exorbitanter Wichtigkeit ist.

Es kann nicht sein - ich sage das in aller Offenheit -, dass auf niederösterreichischer Seite Betriebsansiedlungen erfolgen und auf Wiener Seite auf Fahnenparzellen die Bauern ihre Äcker bewirtschaften. Das, glaube ich, ist nicht wirklich ein wirtschaftsfreundliches und sinnvolles Unternehmen.

Und das ist der Grund, warum ich - völlig unabhängig von meinem violetten Herzen, das hat mit dem überhaupt nichts zu tun - durchaus dieses Projekt befürworte, weil es sich zu einer Art Motor, natürlich auch dafür, entwickeln kann.

Wir haben heute eine Unzahl von Bewerbern, die am Südrand der Stadt eine Betriebsansiedlung machen wollen, Anker beispielsweise und andere. Das ist eine hochinteressante Geschichte. Ja, selbstverständlich wird es darunter auch Handelsbetriebe geben, so wie es sie in der Stadt auch immer gibt - ob es diese Größe sein muss, weiß ich nicht; ich kenne vorläufig auch keinerlei Berechnungen dazu. Und das ist ein Weg, den ich grundsätzlich für vernünftig halte.

Ich meine, natürlich kann man mit der Austria auf dem Platz, auf dem sie zur Zeit steht, eine ganze Menge spötteln. Ich hoffe, dass sich das am Sonntag fundamental ändert und vielleicht dann nicht mehr so gespöttelt werden kann. Gegen die Tiroler haben wir uns halt leider in den letzten zehn Minuten das Gespöttel wieder eingehandelt - was mich schmerzt, das gebe ich zu. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass das nur eine völlige Randdiskussion ist.

Die wirkliche Diskussion ist: Lassen wir uns diese Chance einer Entwicklung, die im Interesse auch der Wiener Wirtschaft ist, entgehen oder nicht? Das ist die wirkliche Frage. Und ich sage: Wir lassen sie uns nicht entgehen! (Beifall bei der SPÖ.)

Vorsitzender GR Godwin Schuster: Danke, Herr Bürgermeister. - Die 2. Zusatzfrage wird von Herrn GR Dr Madejski gestellt. Ich bitte darum.

GR Dr Herbert Madejski (Klub der Wiener Freiheitlichen): Herr Bürgermeister, wir haben ja heute noch ausreichend Gelegenheit, zu diesem Thema zu sprechen. Und wie Sie wohl wissen - das muss ich schon

eingangs erwähnen -, haben wir als FPÖ seit ungefähr 20 Jahren dieses Gebiet immer als Entwicklungsgebiet gesehen. Wir haben sogar als erste Fraktion zwei Varianten der U1-Verlängerung schon damals vorgestellt - noch unser Alt-Obmann Rainer Pawkowicz. Und daher sind wir froh, und das geht auch aus allen unseren Pressemeldungen hervor, dass hier raschest - es ist ohnedies schon sehr spät - gehandelt wird.

Wenn hier in der Anfrage steht: „Morgengabe", dann ist eine andere Morgengabe auf Grund des Optionsvertrages - falls er überhaupt eingehalten wird und unterschrieben wird; das wissen wir nicht - selbstverständlich ja auch eine Sportstätte. So muss man das ja auch einmal betrachten!

Daher meine Frage - das wäre wichtig für Wien -: Wenn diese Sportstätte seitens des Optionsnehmers, der dann den Kaufvertrag wahrscheinlich oder vielleicht unterschreiben wird, gebaut werden sollte, werden Sie sich dafür verwenden und einsetzen, dass das nicht nur ein reines Fußballstadion wird, sondern eine Multifunktionsarena, wie auf Schalke, zum Beispiel, wo man zwar jetzt ein bisschen mehr investieren muss, wo man aber dann Konzerte abhalten kann, andere Sportarten betreiben kann, wo das Stadion gedeckt werden kann und, und, und? Wenn man schon etwas Neues baut: Würden Sie sich dazu bereit erklären oder ist es auch in Ihrer Intention, dass Wien eine Multifunktionsarena in Rothneusiedl erhält? - Das wäre nämlich der Tupfen auf dem i in der Sportstadt Wien.

Vorsitzender GR Godwin Schuster: Bitte, Herr Bürgermeister.

Bgm Dr Michael Häupl: Zunächst einmal halte ich fest und bestätige ich: Es ist in der Tat eine Kontinuität Ihrer Diskussion und Ihrer Diskussionsbeiträge über geraume Zeit hinweg festzustellen. Und es freut mich, dass man diese Linie nicht aus irgendwelchen vordergründigen opportunistischen Gründen verlassen hat. Wenn hier implizit angemerkt wurde, dass es reichlich spät ist, so sage ich da auch: Dem stimme ich durchaus auch zu. Denn hier hat zweifelsohne die ecoplus in Niederösterreich wesentlich forcierter darauf geschaut, dass das eintritt, was natürlich unter solchen infrastrukturellen Rahmenbedingungen auch eintreten muss, nämlich die entsprechende Verwertung im Hinblick auf Betriebsansiedelungen.

Ich halte das im Übrigen ja auch für gut, dass Betriebsansiedelungen entsprechend optimal sowohl durch öffentlichen Verkehr als auch durch den Individualverkehr erschlossen sind, und dafür wird ja auch gesorgt beziehungsweise ist bereits gesorgt worden. - Also hier stimmen wir mit Sicherheit überein.

Was die Frage eines Multifunktionsstadions betrifft, so ist diese für mich außer Zweifel, denn ich glaube, dass sich eine derartige Einrichtung - das trifft ja auch etwa für das Wiener Stadion zu - in erster Linie dann gut rechnen wird, wenn sie auch entsprechend multifunktional ist und insbesondere auch für Konzerte genutzt werden wird.

Es wird uns nicht ersparen - das sage ich schon auch

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