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Gemeinderat, 18. WP2. März 200718. Sitzung / 75

den ganzen Raum. Dazu gibt es Gittertreppen, wo von oben weg dann der Gittersteg zum Skyloop geht. Für mich ist das keine Qualität eines Kinderspielraumes und schon gar nicht der Ersatz für einen Platz im Freien, wo die Kinder spielen können. (Beifall bei der FPÖ.)

Die Bauträger hätten das, wie Sie es so schön genannt haben, ohne Verpflichtung finanziert. Also weil wir heute schon so oft das Wort Morgengabe hatten: Bei all dem, was den Bauträgern Gutes widerfahren ist unter Ausnutzung der Paragraphen und, und, und, inklusive Nichterrichtung des Spielplatzes, war die Einrichtung des Spielplatzes ja vielleicht nur eine Kleinigkeit, wo sie etwas zurückgegeben haben.

Tatsächlich ist es so, dass der Spielplatz ständig unter Wasser steht – nach jedem Regen ist er tagelang nicht benutzbar –, dass er äußerst sicherheitsgefährdet ist, denn es sind hier zwei Feuchtbiotope, die nicht eingezäunt sind, und genau neben diesen Feuchtbiotopen ist der Kleinkinderspielplatz angebracht. Man hat bei dem Spielplatz, wie Sie selbst gesagt haben, auf die Sandkästen verzichtet, was ich bei einem Kleinkinderspielplatz ganz energisch ablehnen muss, weil es ja auch die Kreativität fördert, und man hat dort bei dem Spielplatz auch diese wirklich gigantische Entfernung übersehen. Das sind jetzt über 700 m. Gehen Sie das einmal mit einem dreijährigen Kind. Das ist erschöpft, wenn es am Spielplatz ankommt, außer man fährt es hin.

Natürlich stimmt es, Sie haben jetzt einen neuen Spielplatz geplant, aber Sie planen ihn mit der Bezirksvertretung und nicht mit der Bevölkerung vom Wienerberg, denn die hat, wenngleich nur geringfügig abweichend – das muss ich schon dazusagen –, doch eine andere Vorstellung, und dem wird wieder nicht Rechnung getragen. Zuerst mussten die Bewohner dort einen überfluteten Spielplatz in Kauf nehmen, jetzt wird er irgendwo hingesetzt, wo ihn wieder keiner will, und die Einsicht, wie sie in der Bauordnung gefordert wird, die ist nach wie vor nicht gegeben. Es ist gut, wenn er schon einmal aus der Senke rauskommt, aber selbstverständlich – ich rede jetzt nur vom Kleinkinderspielplatz – soll auch der Jugendspielplatz nicht unter Wasser stehend bleiben. Aber wie Sie gesagt haben, diesen Lärm mitten im Wohnzentrum, den würde sicher auch keiner der Bewohner wollen. Also da sind wir total konform, und das ist auch so in Ordnung. Aber beim Kleinkinderspielplatz, da kann ich wirklich nur darauf hinweisen, unbedingt noch einmal mit den Bewohnern da oben zu sprechen, denn es deckt sich im Moment deren Vorstellung nicht mit der der Bezirksvorstehung oder der Stadt Wien.

Zum nächsten Punkt: Gebäudesicherheit. Es ist ja überhaupt das ganze Thema ein großes Sicherheitsthema. Ich habe jetzt einmal den Spielplatz mit den Biotopen angesprochen, aber dort werden dann noch nebenbei auch durch den Vandalismus die Bänke verkohlt, die Tische verkohlt, die Spielgeräte rosten weg durch die Feuchtigkeit und so weiter. Also Sicherheitsthema groß geschrieben.

Aber kommen wir jetzt zu dem SEG-Konkurs. Das Schwimmbad ist kein Sicherheitsproblem, aber ein kostenintensives Problem, und ich weiß im Moment noch nicht, wer all das Wasser zahlen muss und die Abwassergebühren, weil man das permanent füllt, auslässt, füllt, auslässt, also Druckproben macht und so weiter. Das ist ja alles noch ein bisschen offen, und rund um das Schwimmbad sind die Geländer demontiert, es sind Platten demontiert. Nach nur drei Jahren Besiedelung schaut es aus, als wäre das ein etwas desolater Bau der 60er Jahre, und man kriegt das seit drei Jahren nicht dicht. Das heißt, es muss dort ein massives Problem sein. Es ist das auf jeden Fall ein Problem für die Bewohner, weil sie ja schließlich mit ihren Mitteln für diese Wohnungen auch dafür bezahlt haben, und sie können es nicht nutzen und werden zudem noch mit den Betriebskosten belastet. Das ist den Bewohnern gegenüber mit Sicherheit nicht nur nicht fair, sondern es ist wieder einmal mehr der Punkt, wo wir immer sagen, wenn Luxus im sozialen Wohnbau oder im Wohnbau generell, dann muss Luxus leistbar sein. Und dieser Luxus ist nicht leistbar.

Aber nun kommen wir zu dem Skyloop. Der war sowieso das Größte an dem Ganzen, denn da hat eben der Herr StR Faymann sehr, sehr oft darauf hingewiesen, wie modern die Stadt Wien ist, doch dieser Skyloop entspricht in keinster Weise dem, was ursprünglich geplant war. Da steht einmal im Baubewilligungsbescheid, dass in Höhe des 8. und 9. Obergeschoßes eine Brücke in Stahl-Glas-Konstruktion zum Wohnhaus am Bauplatz D hergestellt wird. Von einer Stahl-Glas-Konstruktion ist überhaupt keine Rede, denn nachdem die SEG kein Glas eingesetzt hat, hat sich auch die Firma Mischek beim zweiten Teil nicht mehr dazu bereit gefunden, dort die Glaswände auf der Seite einzusetzen, sondern hat das einfach so gelassen, wie es war. Es ist extrem windanfällig, es ist sicherheitsgefährdend, denn es kann ja auch etwas herunterfallen. Außerdem hatte der Skyloop einen Brandschutzanstrich, den man zwar nicht unbedingt hätte machen müssen, wäre er in einem brandschutzsicheren Material ausgeführt worden, nur, dieser Brandschutzanstrich ist bereits nach zwei Jahren abgeblättert, und musste schon wieder neu gestrichen werden.

Richtig ist auch – Sie haben das erwähnt –, dass der Skyloop während der Öffnungszeiten des Wellnessbereiches zu benutzen sein muss. So steht es in den Servitutsverträgen, die – das nur nebenbei – innerhalb von sechs Jahren von der SEG gar nicht unterschrieben worden sind, was jetzt ein juristisches Nachfolgeproblem darstellen wird, aber dort steht drinnen, während der Öffnungszeiten des Wellnessbereiches. Wie wollen die das im Winter benutzen, wenn im Winter der Skyloop gesperrt wird, weil er eben nicht verglast ist und weil man keine Auftaumittel dort verwenden kann, weil die Bodenplatten das überhaupt nicht aushalten würden?

Weiters war beim Skyloop das Sicherheitsrisiko dahin

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