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Gemeinderat, 18. WP2. März 200718. Sitzung / 80

das, was unter den BewohnerInnen diskutiert wird, die Angst haben, dass der Platz zwar näher kommt, nicht an den Platz, an dem sich die Leute das gewünscht haben, sondern, sagen wir einmal, an den zweitbesten Platz, um nicht zu sagen, an einem schlechten Platz, aber eben neben zwei Wasserlacken, zwei kleinen Tümpeln. Damit wenigstens dort nichts passiert, wäre es günstig, wenn man darauf Acht geben würde, dass das vielleicht eingezäunt werden kann, wenn man schon den Kinderspielplatz nicht einzäunen möchte, damit die Hunde nicht hineinlaufen und diese zwei Gruppen offensichtlich nicht so leicht getrennt werden können. Das Wasser als Gefahr kann sicherlich ohne großen Aufwand ausgeschaltet werden.

Ich würde mich freuen, wenn man die Bewohnerinnen und Bewohner vor Ort ernster nehmen würde und wenn wir noch einmal einen Anlauf hinsichtlich § 69 nehmen könnten, dass wir die Ausnahmegenehmigungen betreffend Kinderspielplätze bei Neubauten so weit zurücknehmen, dass es in so einem großen Fall nicht passiert, weil ich sehe es schon kommen, dass wir in Rothneusiedl ein Stadion, ein Einkaufszentrum und ich weiß nicht wie viel Tausende Wohnungen hinstellen und es dann keinen Platz gibt, weil die einzelnen Grundstücke so parzelliert worden sind. Das kann es nicht sein! Bei einem Großprojekt, und es sind ja mehrere in der Stadt anhängig, sollte zumindest in Zukunft auf die Kleinsten Rücksicht genommen werden! - Danke. (Beifall bei den GRÜNEN.)

Vorsitzende GRin Inge Zankl: Als Nächster zum Wort gemeldet ist Herr GR Ing Mag Dworak. Ich erteile es ihm.

GR Ing Mag Bernhard Dworak (ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien): Frau Vorsitzende! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehr geehrte Herren Stadträte!

Die Wienerberg-City, schon einige Male diskutiert, mit rund 3 000 Bewohnerinnen und Bewohnern und 5 000 Beschäftigten ist sicher ein privates Großprojekt, das nur durch großzügige Unterstützung des Rathauses entstehen konnte. Aber das als qualitative Weiterentwicklung des sozialen Wohnbaus zu bezeichnen, heißt, die dort wohnenden Menschen zu verhöhnen!

Ich möchte noch einmal auf den Standort selbst eingehen. Die ehemaligen Lehmgruben am Abhang des Wienerberges sind immer ein problematischer Standort gewesen. Schon Ende der 60er Jahre ist der Lehmabbau unrentabel geworden und schon Anfang der 80er Jahre hat man dann die ersten Ideenwettbewerbe durchgeführt. Eine der Anfragen war ja, wann die ersten Planungsideen begonnen haben. Der Eigentümer dieser großen Lehmgruben, die Wienerberger AG, Europas zweitgrößter Ziegelhersteller, und die Stadt Wien haben dann halt in Form der entsprechenden Stadträte und Bürgermeister die Idee der Wienerberg-City gehabt, allerdings, ohne diesen Standort verkehrsmäßig anzubinden. Wenn man daran denkt, dass schon 1981 von der Planung gesprochen worden ist und dass bis heute nicht wirklich ein leistungsfähiges Verkehrsmittel

auf den Wienerberg geführt wird, frage ich mich schon. (Amtsf StR Dipl-Ing Rudolf Schicker: Das stimmt doch gar nicht!) Unter anderem hat der Herr Schicker bei der Präsentation des Strategieplans 2003 für den STEP 05 berichtet, dass die wichtigste Maßnahme die verkehrsmäßige Erschließung wäre. (Amtsf StR Dipl-Ing Rudolf Schicker: Worauf wollen Sie hinaus, Herr Dworak? Schauen Sie nach, was dort passiert ist!) Immerhin 20 Jahre zu spät. Übrig geblieben ist, wie Sie wissen, ein privat betriebener Shuttlebus in Tarifgemeinschaft mit den Wiener Linien. (Amtsf StR Dipl-Ing Rudolf Schicker: Der Kollege Ludwig hat Ihnen schon alles berichtet, wie viele Busse dort fahren und so weiter!) Ich sage ja, in Tarifgemeinschaft mit den Wiener Linien, vom Verkehrsstadtrat gepriesen als das wichtige öffentliche Verkehrsmittel. Das stimmt ja. Am Rande ist sicherlich alles mögliche, aber nicht ins Zentrum. (Amtsf StR Dipl-Ing Rudolf Schicker: Nicht am Rande! Das ist genau dort!) Sie haben damals, 2003, kann ich mich erinnern, selbst gesagt, es wäre schön, wenn man eine Schiene, eine Straßenbahnverlängerung dorthin hätte. (Amtsf StR Dipl-Ing Rudolf Schicker: Sie wissen, dass das genauso eine Überlegung war, aber das mit den Bussen schneller und kostengünstiger ist!) Aber leider haben wir bis heute noch immer keine Straßenbahn. Es wäre halt schön, wenn man eine Verlängerung dorthin gebracht hätte. (Amtsf StR Dipl-Ing Rudolf Schicker: Wenn Sie so ein Nostalgiker sind! Die Busse fahren dort bestens!) Aber immerhin bringt ein Bus halt weniger als eine Straßenbahn. (Amtsf StR Dipl-Ing Rudolf Schicker: Dafür fahren sieben Linien dort vorbei! Hätten Sie zugehört!) Ich habe zugehört (Amtsf StR Dipl-Ing Rudolf Schicker: Offensichtlich nicht!), ich war im Saal, Herr Stadtrat!

Der erste Eindruck, wenn man jemanden in einem der Türme besuchen will, sind eine schwierig zu findende Garage, verwirrende Beschilderungen an der Oberfläche, viel Beton und kaum Abstand zwischen den Türmen. Für Autofahrer gibt es meist genug Parkplätze, für Fußgänger kaum Platz zwischen den Türmen. Grün vermisst man auf dem gesamten Areal der Wienerberg-City. Der Name bekannter und als bekannt gut arbeitende Architekten ersetzt anscheinend das Gesamtkonzept eines urbanen Stadtteils. Anstelle von ausreichenden Grünflächen, größtmöglicher Nutzungsvielfalt und unterschiedlichen Bebauungsarten und Bebauungshöhen sind anscheinend nur zwei Arten für die Nutzung vorgesehen worden: Büros und Geschäfte sowie Wohnbau, wie schon gesagt 5 000 Arbeitsplätze und 3 000 Woh- nungen.

Zur FPÖ: Die FPÖ hat sich so gerühmt, dass immer die anderen schuld sind, hat sich hergestellt und gejammert. Sie ist selbst unglaubwürdig. Ich denke heute an die Zustimmung zum Optionenvertrag Rothneusiedl und an die Zustimmung zum Flächenwidmungsplan 2005. Hier haben sich übrigens ausschließlich die GRÜNEN dagegen ausgesprochen.

Im Süden ist es, wie wir heute schon gehört haben,

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