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Gemeinderat, 18. WP2. März 200718. Sitzung / 88

gemeinsam mit der damaligen Integrations- und Frauenstadträtin Brauner. Ich weiß es nicht, man kann das ja verstehen, Frauenfragen, vielleicht ist das der Zauber der Montur, dass man das dort behandelt hat.

Immerhin gibt es auch immer einen Jahreskalender von der Feuerwehr, der Firefighter, der im Rathaus präsentiert wird, wie Sie ja wissen. (Der Redner zeigt den angesprochenen Kalender her.) Das ist positiver Sexismus. (StRin Mag Katharina Cortolezis-Schlager: Wir wollen ihn auch sehen!) Die ÖVP will ihn auch sehen. (StRin Mag Katharina Cortolezis-Schlager: Sexistisch!)

Das ist der Sexismus, der hier in Wien politisch korrekt ist. (GR Dr Wolfgang Ulm: Reine Lustobjekte! Ist ja furchtbar!) Das können sich dann alle anschauen. Sexistisch, aber politisch korrekt. Wird jedes Jahr im Rathaus präsentiert.

Da habe ich mir gedacht, das wäre noch ein Grund, dass es bei Frauenfragen ist. Aber dann kam es gemeinsam mit der StRin Brauner zur Gesundheit. (StRin Mag Katharina Cortolezis-Schlager: Ist schon gesünder!) Ist ja klar, MA 68 - Wiener Berufsfeuerwehr und Katastrophenschutz passt schon irgendwie in die Gesundheit. Gleichzeitig bleibt dieses Element der Männer schon bestehen. Ich habe mir dann die Mühe gemacht, ein bisschen auf der Homepage der Wiener Feuerwehr nachzusehen. Da gibt es dieses Onlinemagazin „Firefighter" und da sehe ich zum Beispiel das Fest zum Geburtstag der Frau StRin Brauner. Da habe ich auch ein sehr schönes Foto. (Der Redner zeigt den Farbausdruck eines Fotos her.) Das ist aber kein Stripper, das ist der Brandmeister Vinzenz von der Gruppe Blackdraft und der macht eine Rocky Horror Picture Show. (StRin Mag Katharina Cortolezis-Schlager: Ein Wahnsinn!) Sie hat es lustig genommen. Das ist gut. Sie hat Humor.

Aber eine gewisse Affinität bietet dieses Onlinemagazin. Es ist nicht immer politisch korrekt. Dort gibt es auch Blondinenwitze. (StRin Katharina Cortolezis-Schlager: Pfui! Sexistisch!) Dort gibt es zum Beispiel einen sehr schönen Aufruf, der mir gefällt. Jetzt bin ich selbst Raucher, ich war lange Zeit Nichtraucher, und ärgere mich über all das, was gegen die Raucher unternommen wird. Daher freue ich mich über die Feuerwehr, denn dort steht, am 20.4. ein „Firemen's Firefighterclubbing": „Das Insiderclubbing, für Antialkoholiker, Nichtraucher und Freunde leiser Musik eher nicht geeignet."

Man muss der Frau Stadträtin zugestehen, sie hat eine menschliche Seite. Das schätze ich an ihr. Ich will ihr das gar nicht vorwerfen, ich möchte es nur einmal thematisieren.

Jetzt wandert das Ganze zu den Finanzen. Ich habe mit dem Kollegen Ulm gesprochen, es ist irgendwie nicht korrekt, dass das wie eine Wanderniere mit der Frau Stadträtin durch die ganze Verwaltung wandert, aber bitte. (GRin Marianne Klicka: So kommen alle in den Genuss!) Eines muss man natürlich schon ein bisschen ernster sehen. Wir haben in der

Frau Vizebürgermeisterin eine Vorkämpferin der Frauenrechte, der Frauenquoten, der Gleichberechtigung der Frauen und wir haben heuer das Jahr der Chancengleichheit. Jetzt denke ich mir, Zugang der Frauen zu Männerberufen. Da denke ich mir, bei der Polizei ist das irrsinnig durchgeführt. Mittlerweile gibt es irrsinnig viele Frauen bei der Polizei. Bei der Bergrettung gibt es Frauen. Beim Militär gibt es Frauen.

Frage ich mich, wo die Frauen bei der Wiener Berufsfeuerwehr sind, kriege ich auf der Homepage der Wiener Berufsfeuerwehr, da brauche ich mich gar nicht viel darum zu kümmern, die Antwort. „Leistungsbericht 2006: Die Wiener Feuerwehr musste im Jahr 2006 33 565 Einsätze erledigen. Das entspricht ungefähr ... - Die Einsätze im Jahr 2006 wurden von zirka 1 700 Feuerwehrmännern und" - dick geschrieben – „drei Feuerwehrfrauen durchgeführt." Drei Feuerwehrfrauen sind ein mageres Ergebnis (StRin Mag Katharina Cortolezis-Schlager: Ein Wahnsinn!), wenn man da immer von der Gleichberechtigung und der Chancengleichheit spricht! Drei Feuerwehrfrauen sind wirklich nicht viel! (GR Dipl-Ing Omar Al-Rawi: Wie viele weibliche Abgeordnete haben Sie?)

Deswegen meine starke Bitte an Sie, Frau Vizebürgermeisterin: Wenn Sie schon so eine Affinität zur Wiener Berufsfeuerwehr haben, dann setzen Sie Ihr ureigenstes Anliegen dort auch durch und schauen Sie darauf, dass dann dort steht: „1 700 Feuerwehrmänner und 1 700 Feuerwehrfrauen".

Abgesehen davon, das habe ich schon eingangs erwähnt, haben wir klarerweise an der Feuerwehr nichts auszusetzen. Wir freuen uns, dass wir eine so gute Feuerwehr haben. Wir werden das auch hinnehmen, obwohl das außer durch persönliche Beziehungen zur Frau Feuerwehrstadträtin nicht nachvollziehbar ist, dass sie in der Zuständigkeit ständig herumwandert. Wir werden es hinnehmen, wir werden dem Aktenstück zustimmen und wir wünschen den Kollegen der Feuerwehr zu ihrem morgigen Ball viel Vergnügen (GR Dr Herbert Madejski: Und den Kolleginnen!), auch den Kolleginnen, klar! (Beifall bei der FPÖ.)

Vorsitzende GRin Inge Zankl: Die Debatte ist geschlossen.

Die Frau Berichterstatterin, Entschuldigung, der Herr Berichterstatter. (Allgemeine Heiterkeit.) Jetzt hat er mich ganz verwirrt. Ich habe geglaubt, es sitzt die Kollegin Krotsch noch da. Bitte, Kollege Harwanegg.

Berichterstatter GR Volkmar Harwanegg: Frau Vorsitzende! Meine Damen und Herren!

Zuerst einmal zeigt das ja das Engagement der Frau Vizebürgermeisterin und Stadträtin, besonders bei der Feuerwehr. (GR Dr Herbert Madejski: Bei den Festivitäten!) Der Herr Gemeinderat hat hier gerade einige Veranstaltungen angesprochen, die von der Frau Vizebürgermeisterin wahrgenommen werden, die sozusagen auch Ehrenfeuerwehrfrau ist. Ich glaube, dass sie sich hier mit großem Engagement dieser sehr wichtigen Einrichtung unserer Stadt annimmt.

Dass es derzeit nur drei gibt, ist einfach zu erklären,

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