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Version vom 14.06.2004

Materialien zu einer Biographie von

Alexander Grothendieck

zusammengestellt von

Winfried Scharlau

Der folgende Bericht ist ein vorläufiger Text, der noch zahlreiche Lücken und vermutlich auch eine Reihe von Ungenauigkeiten enthält. Eine Veröffentlichung ist zur Zeit nicht beabsichtigt und nicht gestattet.

Vorwort  

Jedem Mathematiker, der sich nur ein wenig in der Geschichte der Mathematik des 20. Jahrhunderts auskennt, ist der Name Alexandre Grothendieck geläufig. Aber ganz sicher haben die meisten Nicht-Mathematiker, auch Gebildete und Intellektuelle, diesen Namen noch nie gehört. Wer ist also Grothendieck? Er ist einer der bedeutendsten und einflussreichsten Mathematiker der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Sein Arbeitsgebiet umfasste die abstraktesten und schwierigsten Teile der theoretischen Mathematik. Ein zentrales Gebiet der Mathematik, die Algebraische Geometrie, hat er auf eine völlig neue Grundlage gestellt. Dadurch hat er ungeahnte Fortschritte ermöglicht. Eine ganze Generation bedeutender Mathematiker, die in der Öffentlichkeit zum Teil bekannter sind als er selbst, hat auf dieser Grundlage weiter gearbeitet. Ihr Werk – etwa das von Andrew Wiles zum Fermatschen Problem – wäre ohne Grothendiecks Vorarbeiten in einem sehr wörtlichen Sinne „undenkbar“ gewesen. Was die wissenschaftliche Bedeutung – nicht die Bekanntheit – betrifft, kann man Grothendieck in einem Atemzug mit den bedeutendsten Wissenschaftlern des zwanzigsten Jahrhunderts nennen, mit Physikern wie Bohr oder Heisenberg, Biologen wie Watson oder Lorenz, Philosophen wie Wittgenstein oder Popper.

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