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der syndikalistischen Bewegungen vieler Länder zusammen. Es wurde die IWMA (International Workingmen's Association) gegründet. Rocker, Schapiro und Augustin Souchy wurden zu Sekretären gewählt. Schapiro war als Herausgeber und Mitarbeiter zahlreicher einschlägiger Journale, Denkschriften, Kongress-Berichte, Aufrufe usw. tätig. Zu Beginn der Nazi-Zeit verließ er wie viele andere Berlin und ließ sich in Paris nieder, ebenfalls als Herausgeber (z.B. „La Voix du Travail“) und Organisator. 1941 verließ er als Flüchtling Paris und gelangte nach New York, wo er 1946 gestorben ist. Briefe von ihm befinden sich in den Nachlässen prominenter Anarchisten; zahlreiche von ihm verfasste Zeitschriften-Artikel und ähnliches sind nachweisbar. Wie sein Lebenslauf ausweist, war er ein wahrer Internationalist; außer Russisch und Jiddisch sprach er Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Bulgarisch und Türkisch. Insgesamt ist Sania Schapiro eine historische Persönlichkeit, über die sich leicht viel herausfinden lässt und dessen Bild unvergleichlich viel klarer ist als das von Grothendiecks Vater.

    Bei der Parallelität der Lebensläufe muss man vermuten, dass beide Schapiros (falls Tanaroff jemals so geheißen haben sollte) sich getroffen haben (insbesondere 1921 in Berlin), vielleicht sogar mehrmals, und einander kannten. Nachweise dafür konnten bisher nicht gefunden werden. (Und dies ist einer der Punkte, wo die Biographie endet und die Phantasie des Schriftstellers oder Lesers einsetzen mag.)

....

5.  Eine Frau

Wir wollen jetzt etwas zusammenhängender über den schon so oft erwähnten unveröffentlichten autobiographischen Roman „Eine Frau“ von Hanka Grothendieck berichten, der ja eine wesentliche Quelle für diese Biographie ist.

    Von dem ursprünglichen Manuskript sind nach gegenwärtigem Kenntnisstand (im Jahr 2003) noch sechs Teile erhalten (oder jedenfalls auffindbar), die folgende etwas exzentrische Titel haben:

    1 Matrix, 2 Sich Gebären, 3 Bereitung I, 3a Der Weg [3b existiert nicht], 4 Zu Berlin, 5 Die Übergabe, 6 Sascha (ursprünglich, dann verworfen: Sich Gebären zu Berlin).

    Jeder Teil besteht aus bis zu 16 Kapiteln von meistens um die 20 Schreibmaschinenseiten. Einige Seiten und kleinere Textabschnitte

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