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8.  Wilhelm Heydorn

Auch wenn Alexander Grothendieck verneint, bei den Heydorns eine glückliche Kindheit verlebt zu haben, so hat er andererseits ausdrücklich bestätigt, dass er seinem Pflegevater „sehr, sehr viel“ verdanke, und er schildert ihn als einen gebildeten, außerordentlich interessierten und ungewöhnlichen Menschen. Das ist Wilhelm Hey­dorn zweifellos gewesen.

    Über sein Leben, das fast so wechselhaft und vielfältig ist wie das der anderen Hauptpersonen diese Buches, liegt eine ausführliche Biographie von Groschek und Hering vor 34. Wer es kürzer haben möchte und sich vor allem für Heydorns theologisches Wirken interessiert, sei auf den entsprechenden Artikel im Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon verwiesen 35. Wir fassen jetzt aus diesen Quellen das Wichtigste zusammen:

Wilhelm Heydorn stammte aus einem konfessionell gespaltenen Elternhaus. Er wurde evangelisch getauft, verweigerte dann aber die Konfirmation und trat unter dem Einfluss der Mutter zum Katholizismus über. Sein Vater wollte dem entgegen wirken und bestimmte ihn für die Offizierslaufbahn. Er durchlief verschiedene militärische Ausbildungsstationen, holte während dieser Zeit das

34  W. Heydorn: Nur Mensch sein! Lebenserinnerungen, Hrsg. I. Groschek und R. Hering, Dölling und Galitz Verlag Hamburg, 1999

35   Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Band XVI (1999), Spalten 679-715, Verlag Traugott Bautz; Artikel von Rainer Hering über „HEYDORN, Heinrich Wilhelm Karl Eduard“.

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