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gene promoter alleles in female patients with panic disorder. Hum Mol Genet 8:621-624. Freud S (1895) Über die Berechtigung von der Neuras- thenie einen bestimmten Symptomenkomplex als Angstneurose abzutrennen. Neurol Zentbl 14:50-66. Gorman JM, Kent JM, Sullivan GM, Coplan JD (2000). Neuroanatomical Hypothesis of Panic Disorder, revised. Am J Psychiatry 157: 493-505, Kendler KS, Walters EE, Neale MC, Kessler RC, Heath AC, Eaves LJ (1995) The structure of the genetic and environmental risk factors for six major psychiatric disorders in women. Arch Gen Psychiatry 52:374-383. Klein D (1964) Delineation of two drug-responsive anxiety syndromes. Psychopharmacol 5:397-408. Shear MK, Cooper Am, Klerman GL, Busch FN, Shapi- ro T (1993) A psychodynamic model of panic disorder. Am J Psychiatry 150:859-866.

German J Psychiatry 2001; 4: S8 Verhaltenstherapie bei Agoraphobien und Panikstörungen

  • W.

    Fiegenbaum, Universitä t Marburg

  • F.

    Rist, Universitä t Münster

Aufbauend auf psychophysiologischen,

lerntheore-

tischen und kognitven Modellvorstellungen zur Erk- lä rung von Agoraphobien und Panikstörungen hat die Verhaltenstherapie Verä nderungsprinzipien entwickelt, die in den letzten 20 Jahren umfangreich empirisch überprüft und optimiert wurden. Kernstück der Behandlung ist die Konfrontationsthera- pie, deren Wirkung auf Mechanismen der physiologi- schen Habituation, der kognitiven Umstrukturierung und der Dissonanzreduktion zurückzuführen ist. Im Vortrag werden die erprobten Bausteine der Konfronta- tionstherapie, wie sie in der Christoph-Dornier-Stiftung durchgeführt werden, dargestellt und erlä utert:

  • -

    Diagnostik und Indikationsstellung

  • -

    Kognitive Vorbereitung auf eine Konfrontati- onstherapie: Gemeinsame Entwicklung eines plausiblen Erklä rungsmodells, stringente Ablei- tung des Therapierationales und motivationale Vorbereitung auf die Expositionsübungen

  • -

    Planung, Gestaltung und Durchführung der Expositionsphase: Techniken der Angstinten- sivierung und der Kontrolle von Vermeidungs- und Fluchtverhalten, von Angst bzw. Angstun- terdrückung wä hrend der Expositionsübungen;

begleitende kognitive Integration neuer Erfah- rungen

  • -

    Gestaltung der Transfer- und Stabilisierungs-

phase Einzelne Wirkvariablen wie z.B. die Dauer der Konfron- tation oder die Intensitä t der angstauslösenden Reize werden eingehend erlä utert. Besonders eingegangen wird auf die kognitive Arbeit vor, wä hrend und nach den Expositionsübungen. Zahlreiche Studien belegen, daß mit Expositionsverfah- ren im Rahmen kognitiv-behavioraler Therapieverfahren relativ schnell eine deutliche und anhaltende Reduktion der Angstsymptomatik erzielt werden kann. Dies gilt sowohl für das Auftreten von Panikattacken wie auch für die Reduktion agoraphobischen Vermeidungsverhal- tens. Die langfristige Stabilitä t des Therapieerfolges konnte in einer Studie mit 416 unselegierten Patienten der Christoph-Dornier-Stiftung mit der primä ren Diag- nose "Panikstörung und Agoraphobie" über Katamnese- zeiträ ume von 6 Wochen, 1 Jahr und 3 Jahren belegt werden. Symptomverschiebung wurde in keiner Lä ngs- schnittstudie beobachtet. Die Konfrontationsbehandlung gilt nicht nur als die Methode der Wahl bei Panikstörungen und Agorapho- bien. Auch bei Zwangserkrankungen (in Kombination mit der Reaktionsverhinderung), bei spezifischen Pho- bien (hä ufig in Kombination mit „applied tension“), bei sozialen Phobien, generalisierten Angststörungen und postraumatischen Belastungsstörungen stellt die Kon- frontationstherapie ein wesentliches Behandlungsele- ment dar. Literatur: Fiegenbaum, W. (1988). Long-term efficacy of ungraded versus graded massed exposure in agoraphobics. In I. Hand & H. Wittchen (Eds.), Panic and phobias: Treat- ments and variables affecting course and outcome. (pp 83-88). Berlin: Springer Hahlweg, K., Fiegenbaum, W., Frank, M., Schröder, B. & von Witzleben, I. (2001) Short- and long-term effecti- veness of an empirically supported treatment for ago- raphobia. Journal of Consulting and Clinical Psycholo- gy, 69, 375-382 Tuschen, B. & Fiegenbaum, W. (1997). Techniques of exposure. In W.T. Roth (Ed.), Treating anxiety disor- ders. (pp 31-55). San Francisco: Jossey-Bass

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